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Schneeflöckchen, Weißröckchen….

…aber natürlich nicht hier in St Andrews, sondern in den Highlands. Genauer gesagt in Dundonnell, denn dort war ich am letzten Wochenende mit dem Mountaineering Club wandern. Der Ort liegt an der nordwestlichen Küste direkt am Atlantik und ist von hier so ca. 5 Stunden Autofahrt entfernt. Letzten Freitag bin ich dann mit noch 5 Jungs dort hingefahren. Da die Hütte, in der wir eigentlich übernachten sollten, doppelt gebucht war und wir die letzteren Ankömmlinge waren, mussten wir auf ein komfortableres Hostel umsteigen. Abends haben wir dann auch nichts weiter getan und sind nur noch in die klassischen Doppelstockbetten schlafen gegangen. Der Samstag begann relativ früh, denn wir wollten so viel Tageslicht wie möglich nutzen. Momentan wird es hier nämlich erst so gegen halb 9 richtig hell und schon um halb 4 wieder dunkel. So sind wir gegen 8 Uhr zu einem kleineren Berg am An Teallach (für die, die sich ein bisschen auskennen) gefahren und haben dort eine Tagestour unternommen. Ich hatte leider einen kleinen Nachteil gegenüber den Jungs, nicht nur körperlich sondern auch erfahrungsmäßig, weshalb der Trip doch recht anstrengend war. Besonders als wir die Schneegrenze erreichten, hieß es für mich entweder sich seinen eignen Weg durch die 30cm Neuschnee pflügen oder in Riesenschritten den Spuren der anderen folgen. Der Wind war auch nicht gerade schwach und auch der ein oder andere kleine Schneesturm fegte über uns hinweg bzw. durch uns durch. Da ich ja nicht so der Hardcore Wintertyp bin, kam es mir schon fast wie eine kleine Himalayatour vor. 😉 Nach dem das letzte Stück dann eher kletternd und rutschend überwunden wurde, kam auch ich am Gipfel an und konnte die wunderschöne Aussicht genießen. Der Rückweg hatte es ebenfalls noch einmal in sich, da wir das letzte Stück im Dunkeln zurücklegen mussten und die Landschaft weiter unten auch eher einem Sumpf ähnelte als einem Weg. Nach dieser, für mich doch recht anstrengenden Tour, haben wir abends gemeinsam das, wie mir berichtet wurde, traditionelle Christmas Dinner gekocht, bestehend aus Schinken, Kartoffelpüree, Stuffing und Gemüse sowie dem typisch britischen Christmas Pudding und Mince Pies. Alles hat hervorragend geschmeckt, besonders nach einem langen Tag an der frischen Luft.

Am Sonntag habe ich dann mit zwei der Jungs eine etwas leichtere Tour in einem Tal entlang eines Flusses gemacht. Sumpfig war es dort sehr und wenn es nicht nass war, dann waren die Flächen vereist und man musste aufpassen, nicht abzurutschen. Belohnt wurde man aber auch hier durch eine herrliche Aussicht am Ende und durch schöne Wasserfälle unterwegs. Nach dem wir eine längere Mittagspause mit Ausblick auf Atlantik in die eine und Highlands in die andere Richtung gemacht hatten, ging es gemütlich wieder zurück und zum nächsten Dorf. Dort haben wir in einem Pub mit offenem Kaminfeuer auf die andere Hälfte der Gruppe gewartet, die an diesem Tag klettern gegangen sind. Dann ging es nur noch quer durch Schottland wieder zurück nach St Andrews und ein tolles Wochenende in der Natur war schon wieder vorbei.

Hier in St Andrews ist es jetzt schon recht weihnachtlich geworden. Überall hängen Lichterketten und in den Geschäften tönt nun die übliche Weihnachtsmusik. Die Vorlesungszeit ist seit letzter Woche auch vorbei und nun geht es in die Prüfungsphase. Morgen fahre ich noch einmal nach Edinburgh um den Weihnachtsmarkt dort zu besuchen und ein bisschen Weihnachtsshopping zu betreiben, denn es bleiben ja nur noch zwei Wochen bis zu den Feiertagen!!!

Eine frohe und gemütliche Adventszeit an alle!!!

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Verfasst von - 7. Dezember 2012 in Uncategorized

 

Besuch aus dem Süden und Thanksgiving in Schottland

Auch wenn es jetzt schon wieder ein Weilchen her ist, werde ich noch ein paar Sätze über die hiesigen Halloweenfeierlichkeiten verlieren. Wie in Deutschland ist Halloween hier nicht soo ein großes Ding, das war zumindest mein Eindruck. Natürlich gab es einige Parties und Kinder sind auch durch die Straßen gezogen. Ich war am darauf folgenden Freitag bei einer Halloweenparty, die allerdings sehr schlecht besucht war und somit nicht besonders gut. Der nachfolgende Pubbesuch hat aber entschädigt. Anschließend war ich auch zum ersten Mal in einem der beiden hiesigen Clubs und es war nicht so schlecht, wie ich erwartet hätte. Die Musik ist natürlich so wie überall hier, sprich viel elektronische Musik und Mainstream, was nicht so nach meinem Geschmack ist. Aber um Gangnam Style kommt man hier eben nicht drum herum.

Am letzten Wochenende hatte ich dann Besuch von Clemens, der extra aus dem weit entfernten Wales angereist ist. Wir waren gemeinsam in Dundee und haben uns diese „wunderschöne“ Stadt angesehen. Ansonsten haben wir die Zeit in St Andrews verbracht, waren hier am Strand, am Old Course und generell in der Stadt unterwegs. So durfte auch er einmal die ganzen rich kids bewundern, die hier so herum laufen. Am Dienstag waren wir dann in Edinburgh. Auch für mich war es das erste Mal in dieser (diesmal wirklich) wunderschönen Stadt. Angefangen haben wir mit dem Aufstieg zum Castle, das wir uns jedoch nicht von innen angeschaut haben. Der Blick von dort oben war aber sehr toll. Danach sind wir die Royal Mile runter bis zum Scottish Parliament gelaufen, vorbei an unendlich vielen Touristen-Shops, Kilt- und Whiskyläden. Das Parliament fällt durch seine moderne Architektur auf, neben den vielen alten Gebäuden. Über eine weniger bekannte Straße sind wir dann wieder zurück Richtung Castle bzw. Altstadt gelaufen. Anschließend haben wir im West Princes Street Garden unser mitgebrachtes Mittag verspeist und dabei zugeschaut, wie die ersten Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt getroffen wurden. Nach einem Gang durch die sogenannte New Town haben wir uns in einem Cafe niedergelassen und uns bei heißer Schokolade und einem Muffin erholt. Danach war nur noch Zeit vom National Monument aus einen Blick auf die Stadt bei Sonnenuntergang zu werfen. Dann galt es sich auf den Weg zum Flughafen zu machen, oder in meinem Fall, auf den Rückweg nach St Andrews. Alles in allem war es ein super Wochenende und Edinburgh ist immer einen Ausflug wert. Ich freue mich schon darauf in den nächsten Wochen den Weihnachtsmarkt dort zu besuchen.

Gestern war das amerikanische Thanksgiving und mit so vielen Amerikanern in der Stadt wird das natürlich auch hier ein wenig gefeiert. So war ich gestern zu meinem allerersten Thanksgiving dinner. Zwei Mädels aus dem Mountaineering Club, natürlich Amerikanerinnen, haben eingeladen und für uns ein traditionelles Essen zubereitet mit allem was wohl so dazu gehört, denke ich zumindest, ich kenne mich ja nicht so damit aus. Es gab natürlich einen Truthahn mit Füllung und dazu Kartoffelbrei, Cranberrysauce, Brot, Käse, Bohnen und eine Auflauf, dessen Namen ich leider wieder vergessen habe. Als Nachtisch gab es dann noch Kürbiskuchen, der allerdings nicht so ganz mein Fall war. Ansonsten war es ein super leckeres Essen! Auch die Atmosphäre war sehr schön, wir saßen alle zusammen im Wohnzimmer der beiden Mädels und haben einen gemütlichen Abend verbracht.

Am Montag beginnt hier die letzte Vorlesungswoche, ab Dezember finden dann nur noch die Prüfungen statt. Für mich heißt das, es wird ein bisschen entspannter, wenn dann endlich alles Essays abgegeben sind, da ich nur eine Prüfung dieses Semester habe. Nächstes Wochenende fahre ich noch bei einem letzten Trip dieses Semester mit nach Dundonnell im Norden von Schottland. Bis dahin: Cheerio!

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Verfasst von - 23. November 2012 in Uncategorized

 

Wandern, Raisin und Foam Fight

Nachdem nun schon einige Wochen vergangen sind, habe ich endlich mal wieder von etwas aufregerendem als Bibliotheksbesuche und Treffen in Cafés zu berichten. Am letzten Wochenende war ich in den Highlands wandern und am Sonntag war hier Raisin Weekend mit dem dazugehörigen foam fight am Montag, eine alte Tradtion der Uni. Doch der Reihe nach.

Am Samstag bin ich in aller Frühe mit anderen Mitgliedern des Mountaineering Clubs zum Wandern Richtung Highlands aufgebrochen. Nach ungefähr 1 1/2 Stunden Fahrt sind wir dann im Cairngorms National Park angekommen. Dort ging es dann auch gleich zügigen Schrittes in die Wildnis. In den letzten Tagen ist es hier relativ kalt geworden, der Winter meldet sich nun schon langsam an. In den Highlands war es natürlich noch ein bisschen kälter und in der Nacht zum Samstag ist sogar Schnee gefallen, was einen herrlichen Blick darbot. Besonders aufgeregt war der Brasilianer, der dabei war, da es für ihn der erste Schnee in seinem Leben war. Am Anfang führte uns der Weg durch einen Wald, der jedoch schon bald von einer wesentlich kargeren Landschaft abgelöst wurde. Zwischenzeitlich kam man sich fast ein bisschen wie in einem Herr der Ringe Film vor, wie wir so einer hinter dem anderen hergelaufen sind. Wir haben dann zwei, ich sag mal, Gipfel bestiegen, was jedoch nach wesentlich mehr Höhe klingt als es eigentlich war. Auch wenn es zwischendurch den ein oder anderen steilen Anstieg gab, sind, auch wenn der Name anderes vermuten lässt, die Highlands dort nicht besonders hoch, falls man überhaupt sagen kann, dass die Highlands hoch sind. Der Blick von oben auf die umliegende Landschaft war nichtsdestotrotz wunderschön, weit und breit waren keine Häuser oder Straßen zu sehen. Besonders viele Menschen haben wir auch nicht getroffen, nur zwei Jäger mit geschultertem Gewehr und einen Schotten im Kilt, der mit seiner Frau über die Bergkette gerannt ist, was einen sehr lustigen Anblick darbot. Tiere gab es jedoch auch nicht zusehen, nur ein rehartiges Tier lief einmal in der Ferne vorbei. Nach sechsstündiger Wanderung kamen wir wieder am Parkplatz an und sind dann noch im örtlichen Pub eingekehrt. Insgesamt eine sehr schöne Wanderung mit tollen Leuten!

Nun zum Raisin Weekend: Hier in St Andrews gibt es sogenannt Academic families. Alle neuen Studenten, meist Erstsemester, aber auch Master- und Austauschstudenten, werden in den ersten Wochen von ihren Eltern adoptiert. Die Eltern sind ältere Studenten, die meist im 3. Jahr studieren. Dabei müssen sich der Vater und die Mutter nicht zwangsläufig kennen und auch die Geschwister werden unabhängig von einander adoptiert. Es ergeben sich dadurch regelrechte Großfamilien mit Tanten, Onkeln, Großeltern, Cousins etc. Die Eltern bieten einem dann Unterstützung und Orientierung bzw. Hilfe während der Studienzeit hier. Ich habe nur eine academic mum, einen dad habe ich nicht gefunden, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Am sogenannten Raisin Weekend gibt es dann Parties, die von den Eltern organisiert werden. Es beginnt mit einer Tea Party bei der academic mum, wobei man froh sein kann, wenn man auch Tee zum trinken bekommt und nicht nur alkoholische Getränke. So fing mein Sonntag mit einem Sektfrühstück bei meiner mum an, zusammen mit meinen beiden Schwestern, meiner Tante und ihren drei Kindern, also meinen Cousinen. Nach dem doch recht gemütlich Frühstück, das einzig alkoholische war nur der Sekt mit Orangensaft, wurden wir in die Trinkregeln eingeführt. So musste z.B. jeder, der den Raum betritt „God save the Queen“ singen und man durfte keine Vornamen verwenden. Anschließend ging es dann mit diversen Trinkspielen und härterem Alkohol weiter. Als dann alle genug oder auch zu viel getrunken hatten, haben wir von unserer mum einen Zettel mit Aufgaben bekommen, die wir in der Stadt lösen mussten. Wir haben unter anderem eine Sandburg gebaut, Titanic nachgespielt, Fotos mit Golfern gemacht, einen Handstand bei der alten Kathedrale gemacht, uns alle in eine Telefonzelle gequetscht und noch einiges mehr. Durch das viele hin und her Gelaufe wurde man dann wieder nüchtern und leider auch müde. Während die meisten anderen dann zu den Parties von ihrem dad gegangen sind, bin ich um 17 Uhr nach Hause gegangen und fand es auch nicht besonders Schade, den Abend in Ruhe zu verbringen.
Am Montag folgte dann der traditionelle foam fight im Salvators Quad – eine Schaumschlacht im Innenhof der Uni. Dazu wird man von seiner mum verkleidet und bekommt von seinem dad noch einen Gegenstand oder ähnliches, was man dort hin transportieren muss. Die Kostüme waren alle sehr einfallsreich und lustig. Meine mum hat uns alle, auch meine Cousinen als Nessie verkleidet, so war einer der Kopf und der Rest bildete unter einem Laken den Körper. Außerdem hat man auch Legosteine rumlaufen sehen, Minions, Rotkäpchen, Schlümpfe, Spielkarten und vieles, vieles mehr. Da ich keinen dad habe, musste ich nichts weiter tragen. Andere jedoch mussten z.B. verkleidet als Sklaven ihren dad auf einem Thron durch die Stadt tragen oder ein kaputtes Fahrrad schleppen oder auch ein Boot. Angekommen am Salvators Quad wurde dort alles von der Polizei geregelt. Man musste sich anstellen bevor man in den Innenhof durfte und die Gegenstände mussten alle abgegeben werden. Erst dann durfte man sich dem Treiben anschließen und wie wild mit Rasierschaum um sich werfen, schmieren oder was auch immer. Das ganze war eine sehr witzige Sache, auch wenn es nicht so angenehm war den Schaum in Mund, Augen, Nase und Ohren zu bekommen. Da habe ich die mit Schwimmbrillen doch sehr beneidet. Zum Glück war es auch relativ warm, sodass man nicht so schnell ausgekühlt ist. Alles in allem erinnert das Raisin Weekend ein wenig an Karneval: man trinkt schon am Vormittag, verkleidet sich und macht bekloppte Sachen, aber so etwas muss halt auch mal sein und Traditionen soll man schließlich pflegen.

Jetzt heißt es erst einmal sich wieder dem Unialltag widmen, bevor gegen Ende der Woche die Halloween Parties losgehen…

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Verfasst von - 30. Oktober 2012 in Uncategorized

 

Golfen im sonnigen Oktober

Jetzt ist es ja schon zwei Wochen her, dass ich den letzten Eintrag verfasst habe. Die Zeit vergeht echt schnell. Viel Aufregendes habe ich allerdings in dieser Zeit nicht gemacht. Hauptsächlich habe ich für die Uni gelesen und war in der Bibliothek. Ansonsten war ich in ein paar Cafés, unter anderem in Bibi’s Café mit meinem studdy buddy. Die machen die besten Cupcakes hier vor Ort oder in Schottland. Mit sowas macht hier ja jeder Werbung. Ich war auch schon in dem Café, das damit wirbt, dass sich Kate und Wills immer zum Kaffee dort getroffen haben. Dort ist es auch sehr gemütlich, aber eigentlich sind hier alle Cafés gemütlich und eher klein und schnuckelig. Neben Cafés habe ich auch Pubs von Innen gesehen. Letzten Donnerstag war ich beim Pubquiz von Albany Park, also meiner Hall (Wohnheim) mit Ina, dem Mädel aus Wien. Leider waren wir nicht besonders gut, eher schlecht, aber Spaß gemacht hat es natürlich trotzdem. Pubquizze gibt es sehr häufig, das scheint hier sehr beliebt zu sein. Am Montag war ich dann auch bei einem weiteren Pubquiz, diesmal von der German Society. Dort haben wir, das heißt Ina, Anna und ihr Freund sowie Layla (mein studdy buddy) und eine Freundin von ihr, ein bisschen besser abgeschnitten. Trotz eines gewissen Heimvorteils konnten wir leider nicht den ersten Platz belegen. Dieses Wochenende wollte ich eigentlich mit dem Mountaineering Club nach Glencoe bei Fort William fahren, eine Grippe hat mich aber leider von den Beinen gerissen, weshalb ich die letzten Tage mehr oder weniger im Bett verbracht habe. Heute war ich dann endlich mal wieder draußen und habe mir ein bisschen das Alfred Dunhill Golfturnier angesehen. Neben professionellen Golfern nehmen dort auch immer irgendwelche Stars teil. So waren dieses Jahr unter anderem Hugh Grant, Jude Law und Michael Phelps dabei. Gesehen habe ich jedoch leider keinen oder einfach nicht erkannt. Die Stadt platzt auf jeden Fall aus allen Nähten. Die Strände waren auch reich bevölkert, da hier in den letzten Tag traumhaftes Wetter war. Man sieht sogar hin und wieder welche, die baden gehen. Das wäre für mich, so schön das Wetter für Oktober auch ist, bei um die 12°C doch ein bisschen zu kalt.                                                                                                       Alles in allem bin ich noch immer dabei mich einzuleben. Anschluss an andere zu finden ist besonders in meiner Hall relativ schwer, da ja jeder in seinem „eigenen“ Haus wohnt und man andere doch eher selten sieht. Mit der Zeit gibt sich das hoffentlich und auch in den Kursen sind ja eigentlich genug Leute. Mit meinen Mitbewohnerinnen verstehe ich mich aber relativ gut und vielleicht kann ich dort ein bisschen Anschluss finden.
Bilder gibt es dieses Mal nur ein paar, da ich ja nicht all zu viel erlebt habe. Aber einen Eindruck von St Andrews im Oktober gibt es trotzdem.

Grüße und Küsse an euch alle aus dem herbstlichen Schottland!!!!

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Verfasst von - 7. Oktober 2012 in Uncategorized

 

Bücher, Gym und Primark

Die erste Vorlesungswoche ist nun schon vorbei, bzw die zweite hat bereits begonnen. Doch der Reihe nach!
Letztes Wochenende war ich ja noch auf der Erstiparty, was auf jeden Fall ein Erlebnis war. Wiederholen würde ich es allerdings nicht. Diese Erstis bzw. Fresher hier sind doch ziemliche Suffköppe und hauptsächlich darauf aus jemanden abzuschleppen. Die Musik war jetzt auch eher bescheiden. Am Sonntag habe ich mir den traditionellen pier walk angeschaut. Nach dem Gottesdienst in der Universitätskapelle gehen alle Studenten in ihren Umhängen zum Pier und wieder zurück. Die rote Farbe der Umhänge hebt sich dabei sehr schön vom Blau des Meeres ab. Ein kleiner Junge neben mir war auch total begeistert von den ganzen vielen roten Geistern. Anschließend war ich dann noch auf der sogenannten freshers fair, eine Messe, bei der sich alle societies der Uni vorstellen. Hier gibt es eigentlich für alles eine society, von Backen oder Schokolade testen über Comics, Manga, Grillen und Billard bis hin zu politischem Debatieren und religiösen societies. Es war auch super voll, weshalb ich mir nicht alles angesehen habe und auch keiner society beigetreten bin. Allerdings hatte ich die Gelegenheit auch einmal einen solchen Umhang anzuziehen. (Beweisfoto siehe unten)
Am Montag haben dann die Vorlesungen und Seminare begonnen. Im Gegensatz zu den deutschen Unis, geht es hier auch gleich richtig los. Da muss man die ersten Texte schon vor der ersten Vorlesung bzw. vor dem ersten Seminar gelesen haben und auch sonst war die erste Woche nicht besonders chillig. Es ist aber alles sehr interessant und die Veranstaltungen dauern ja auch nicht so lange, was das Konzentrieren erleichtert. Ich verstehe allerdings relativ viel, hauptsächlich mangelt es an fehlendem Vokabular. In der Bibliothek war ich auch schon ein paar Mal. Wie schon erwähnt, erfolgt die Ausleihe und Rückgabe automatisch. Alle die da dachten, das gibts bei uns auch: Ich kannte das vorher nicht und bin davon begeistet!
Das sportliche Angebot habe ich in der Woche auch einmal getestet. Am Montag war ich beim Klettern, wobei die Wand nicht besonders hoch ist, die Routen haben es aber in sich. Da ich ja nun auch nicht so wahnsinnig erfahren bin, ist es für mich auch auf jeden Fall ausreichend. Am Mittwoch war ich dann im Gym (Fitness Studio) der Uni. Ich habe sowas ja vorher noch nie gemacht, aber es war ganz witzig. Neben Laufband und Stepper habe ich auch diverse Geräte zum Krafttraining ausprobiert und hatte am nächsten Tag auch einen ordentlichen Muskelkater.
Am vergangenen Samstag war ich mit Anna, Moni und Ina (sie kommt aus Wien) in Dundee. Wir haben uns ein bisschen die Stadt angesehen, bzw hauptsächlich die Fußgängerzone und haben dann noch ein paar Einkäufe erledigt. So war ich jetzt auch einmal in einem Primark drin. Ja, ich denke, das kann man als Erlebnis verbuchen. 😉 Da man sich hier ja nur mit dem Bus fortbewegen kann, sieht man natürlich unterwegs auch immer ein bisschen Landschaft und das Wetter am Wochenende war zauberhaft. Gestern gab es hier in Albany Park Tee und Kuchen in unserem superduper Gemeinschaftsraum. Kuchen gab es, keinen Tee und in dem Raum stehen drei Sofas und zwei Automaten. Alles ohne Fenster und recht duster, also der perfekte Ort um sich aufzuhalten.
Jetzt gehts erst einmal wieder ans Lesen der vielen Texte!

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Verfasst von - 24. September 2012 in Uncategorized

 

Aller Anfang ist schwer…

Nun ist die erste Woche, die sogenannte Orientation Week, hier in St Andrews schon um. Und der Name ist Programm. Am Montag ging es los mit der Einschreibung und einem Treffen mit einem Adviser, der den Stundenplan bzw. die gewählten Kurse bestätigt. Dies war alles recht langwierig und mit einer langen Wartezeit von zwei Stunden verbunden. Probleme bei der Kurswahl gab es bei mir glücklicherweise nicht. Am Dienstag habe ich dann an einer Bibliothekseinführung teilgenommen. Es ist schon erstaunlich, wie modern das hier eingerichtet ist. Die Bücher scannt man selber bei der Ausleihe und die Rückgabe erfolgt ähnlich wie bei einem Pfandflaschenautomat. Ansonsten habe ich an diversen anderen Einführungs- und Infoveranstaltungen teilgenommen und somit die ja eh nicht sehr große Stadt schon recht gut kennengelernt. Unter anderem war ich bei einer Veranstaltung, bei der man typische Gerichte aus Schottland probieren konnte, bei verschiedenen Societies (sowas wie AGs, die gibt es hier für alles mögliche) und bei Sportclubs. An einem Abend habe ich auch bei einem Pubquiz mitgemacht. Die Fragen waren schon recht schwer, in meiner Gruppe war aber jemand, der fast alles wusste und am Ende haben wir sogar gewonnen!! Außerdem habe ich mich mit meinem study buddy getroffen. Sie war das letzte Jahr in Bonn und macht jetzt hier ihr letztes Jahr. Wir haben uns sehr gut verstanden und werden uns sicherlich noch häufiger treffen, sowohl zum Englisch als auch Deutsch sprechen. Auch ist es sehr hilfreich einen quasi Einheimischen zu kennen, der einem ein paar Insidertips geben kann und weiß, auf was man so achten muss. Bisher habe ich nämlich nur andere Austauschstudenten bzw. generell kaum Briten kennengelernt. Besonders sind hier viele aus den Staaten und aus Asien. Gestern war dann noch die feierliche Eröffnungszeremonie der Universität. Das war wirklich sehr schön und hat mich auch ein bisschen an Harry Potter erinnert. Interessanterweise wurde in den Reden auch des öfteren auf Harry Potter verwiesen, eine gewisse Ähnlichkeit scheint also vorhanden zu sein. Die Direktorin sowie diverse andere wichtige Leute hatten alle traditionelle Umhänge an und kamen in einer Prozession in die Halle. Zur Eröffnung wurde das traditionelles Lied „Gaudeamus“ gesungen, dann folgten Reden von der Direktorin, der Vize Direktorin sowie des Vorsitzenden der Kunstfakultät und des Studentenvertreters. Zwischendurch gab es dann noch eine Kostprobe des Chors der Uni. Alles in allem ein sehr schönes Erlebnis.
Diese erste Woche war alles in allem aber doch sehr anstrengend. Alles ist neu – die Sprache, die Uni, die Stadt und die Leute. Da freue ich mich schon fast ein bisschen auf nächste Woche, wenn sich wieder ein wenig der Alltag einstellt und man einen etwas mehr geregelten Tagesablauf bekommt. Ich habe in diesen ersten Tagen auch so viele Menschen kennengelernt und bin einmal gespannt, wen man noch wieder trifft. Da die Stadt aber wirklich sehr klein ist, dürfte sich dies früher oder später ergeben. Heute habe ich mich auch beim Mountaineering Club angemeldet und werde jetzt meine Kletterkünste ein wenig erweitern. Außerdem organisieren sie Wanderungen und Ausflüge hier in Schottland, was eine gute Sache ist, um hier auch einmal rauszukommen. Heute Abend werde ich dann auch einmal an einer Ersti-Party hier teilnehmen. Die Studienanfänger hier sind ja alle erst 17 oder 18 Jahre alt und somit ja doch ein wenig jünger. Das fällt meistens auch auf. Es wird aber sicherlich eine Erfahrung. 😉 Doch davon mehr beim nächsten Mal!
Cheers!

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Verfasst von - 15. September 2012 in Uncategorized

 

Erste News aus Schottland

Hi!
Ich bin am Donnerstag mit dem Flieger in Glasgow gelandet, also gut in Schottland angekommen. Es ging dann auch gleich mit einem Mietwagen quer durch die Landschaft nach St Andrews. Hier habe ich die ersten Nächte mit meinem Vater in einem B&B übernachtet, da das Wohnheim erst ab Samstag bezogen werden konnte. Am Freitag haben wir dann eine Tour über Dundee nach Aberdeen entlang der Küste gemacht. Zurück ging es durch die Highlands, vorbei am Balmoral Castle, wo die Queen ihre Sommerferien verbringt und über Braemer. Die Landschaft ist einfach zauberhaft! Ich war allerdings erstaunt, dass es doch recht viel Landwirtschaft hier gibt. Die karge, reine Natur gibt es scheinbar hauptsächlich in den Highlands. Den Abend haben wir dann noch in einem Pub in St Andrews verbracht. Am Samstag konnte ich dann mein Zimmer im Wohnheim Albany Park beziehen. Hier wohnt man zu fünft oder sechst in einem kleinen Haus und teilt sich zwei Badezimmer und eine Küche sowie einen Gemeinschaftsraum. Das Zimmer ist doch recht klein und sehr funktional eingerichtet. Es ist aber alles sauber und ordentlich und in direkter Nähe zum Strand, was dem ganzen doch einen sehr positiven Punkt verleiht. Ich habe auch schon drei meiner fünf Mitbewohner kennengelernt, die alle einen sehr netten Eindruck machen und hilfsbereit sind. In die Innenstadt bzw. zur Uni ist es auch nicht sehr weit, ca. 10 Minuten Fußweg an der Küste entlang. Nach dem Einzug sind wir noch ein Stück weiter südlich entlang der Küste durch ein paar kleine Fischerorte gefahren. Dort habe ich meine erste Portion Fish&Chips gegessen. (Ich frage mich, wie ein Mensch eine ganze von diesen riesen Portionen essen kann…) Den letzten Abend haben wir erneut im Pub verbrachte und heute Morgen ist mein Vater dann abgereist und ich bin endgültig ins Wohnheim eingezogen.
Bisher ist noch alles recht aufregend und neu und der schottische Akzent ist doch recht gewöhnungsbedürftig. Heute werde ich mich mal auf die Suche nach Einkaufsmöglichkeiten machen und die Stadt weiter erkunden. Am Montag geht es dann mit der Orientation Week los, also das von links nach rechts Rennen für Unterschriften etc.
Grüße von der Küste und Cheerio!!!

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Verfasst von - 9. September 2012 in News, Uncategorized