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Eine kleine Reise oder Die letzten Tage in Schottland

27 Jul

Inzwischen bin ich zwar schon über einen Monat wieder zurück in Deutschland, – es ist tatsächlich schon so lange – aber trotzdem möchte ich noch von meiner letzten Woche in Schottland berichten.

Nach dem ich endlich alle Prüfungen abgeschlossen hatte, konnte ich noch ein paar Tage in St Andrews genießen und langsam Abschied von dem kleinen Städtchen nehmen. Eine Woche vor der Abreise sind dann meine Eltern nach Edinburgh gekommen und wir haben für ein paar Tage eine Rundreise durch Schottland gemacht. Die ersten zwei Tage haben wir in Edinburgh verbracht und uns dort die typischen Sachen angeschaut. Davon habe ich ja schon berichtet und werde dies an dieser Stelle nicht mehr ausführlich machen. Allerdings waren wir auch am Hafen, wo ich vorher ja noch nicht gewesen bin und haben uns die Royal Yacht Britania von außen angeschaut. Jedoch muss ich sagen, dass die Hafenanlage zwar ganz nett ist, mich aber nicht so sehr begeistert hat. Auf dem Weg von Edinburgh nach Fort William haben wir dann zuerst einen Halt an der Rosslyn Chapel gemacht. Dies ist eine kleine Kapelle, ein bisschen außerhalb von Edinburgh gelegen, die mit einer bezaubernden Säule begeistert und um deren Krypta sich viele Legenden ranken. Unter anderem soll dort der Heilige Gral zu finden sein oder das Bersteinzimmer bzw. einfach alles, was die Menschheit schon immer sucht. Dies ist wohl auch einer der Gründe, weshalb der „Da Vinci Code“ dort zum Teil gedreht wurde. Nach einer kurzen Besichtigung ging es dann weiter Richtung Highlands und zur Destillerie in Aberfeldy. Dessen Besichtigung war ein Geburtstagsgeschenk an meinen Vater, doch auch ich fand es sehr interessant mehr über den Entstehungsprozess dieses typisch schottischen Getränks zu erfahren. Eine Verköstigung gehörte natürlich auch dazu und ich kann nun bestimmt sagen, dass ich wirklich keinen Whisky mag. Nach einem kurzen Stopp in Pitlochry, das ich endlich auch einmal Tageslicht gesehen habe, wenn auch bei Regen, ging es das letzte Stück weiter bis nach Fort William. Von unserem B&B dort hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht und man hatte ein bisschen das Gefühl, in Norwegen zu sein – nicht, dass ich schon einmal da gewesen wäre. Am nächsten Tag ging es dann entlang der Strecke des Hogwarts-Express zur Isle of Skye. Natürlich haben wir auch den obligatorischen Halt am Viadukt gemacht, das allen Harry Potter Fans aus den Filmen bekannt sein wird. Allerdings sah es lange nicht so beeindruckend aus, wie ich gehofft hatte. Zur Isle of Skye sind wir mit einer Fähre gefahren, was einen zauberhaften Blick auf die Landschaft ermöglicht hat. Nach einer kleinen Tour über die Insel ging es dann vorbei am Eilean Donan Castel, eines der berühmtesten Schottlands, zum Loch Ness. Mittagspause haben wir dort in Fort Augustus gemacht, einem kleinen Ort am südlichen Ende des Lochs mit einer Stufenschleuse. Das heißt, dass mehrere Schleusen hintereinander gestellt sind. Auf den Bildern sieht das leider nicht so beeindruckend aus, aber es war schon sehr interessant das live zu sehen. Von dort aus sind wir dann am Loch entlang in nördlicher Richtung nach Inverness und dann weiter zu dem kleinen Ort Nairn gefahren, wo wir übernachtet haben. Dort war es wirklich sehr lange noch hell und so konnten wir beim Abendessen bis noch weit nach 22 Uhr den Sonnenuntergang genießen. Am letzten Tag ging es dann von Nairn über Aberdeen zurück nach St Andrews. Mit Stopps in zwei kleinen Fischerdörfern an der Küste und einer längeren Pause in Aberdeen, war es aber trotzdem ein recht langer Tag und so kamen wir erschöpft und müde in St Andrews an.

Die letzten Tage habe ich dann mit packen und verabschieden verbracht. Natürlich habe ich mich auch schon auf die Heimat gefreut und es war auch gar nicht so komisch seinen Sachen zusammen zupacken und den Ort hinter sich zulassen, da ja alle anderen auch abgereist sind. Aber es war auch seltsam zu wissen, dass man im Herbst nicht wiederkommt und dort weiter studiert. Mittlerweile denke ich doch immer häufiger mal wehmütig an das geliebte Northpoint, die kleinen engen Gässchen der Stadt, die zauberhaften Sonnenuntergänge, ausgedehnte Strandspaziergänge und sogar auch an die langen Bibliothekstage. Insgesamt war es also eine wunderbare Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Natürlich gab es auch Zeiten, in denen ich gerne mal die Zelte abgebrochen hätte und zurück nach Deutschland gefahren wäre, aber ich denke, das ist ganz normal. Ich hoffe, dass ich bald zurück nach Schottland kommen kann, besonders zum wandern und um mehr von dieser unbeschreiblich schönen Landschaft zu sehen. Und auch um den schottischen Akzent einmal wieder zu hören.

Damit verabschiede ich mich von hier und wünsche euch einen superduper Sommer, der hoffentlich nicht noch wärmer wird!!

Eure Daniela

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