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Archiv für den Monat Februar 2013

Isle of Skye…noch ein bisschen meer Atlantik

Nun ist es zwar schon eine ganze weile her, aber ich habe endlich ein bisschen Zeit gefunden über meinen Trip zu Isle of Skye zu berichten. Die Insel liegt im Westen von Schottland ungefähr auf der Höhe von Inverness und ist die größte Insel der inneren Hebriden. Ich war dort natürlich wieder mit dem Mountaineeing Club. Am Freitag, dem 25. Januar ging es los, natürlich wieder mit einiger Verspätung, aber das gehört ja schon eigentlich dazu. Vielleicht bin ich da auch immer ein bisschen zu deutsch. Die Fahrt ging quer durch das sehr verschneite Schottland. Leider konnte man nicht viel sehen, da es schon dunkel war. Aber das, was zu erkennen war, erinnerte an eine Wintermärchenlandschaft. Besonders das Dorf Pitlochry, welches mir schon beim letzten Ausflug auffiel, sah wunderschön aus. Das Dorf habe ich leider bisher noch nie bei Tageslicht gesehen, aber ich denke es ist einen Ausflug wert. Nach einer langen und rutschigen Fahrt sind wir gegen 1 Uhr nachts endlich in unserer Hütten angekommen. Hütte klingt vielleicht etwas untertrieben. Es handelte sich dabei nämlich um ein doch recht großes Haus mit Küche, Badezimmer und 4 größeren Schlafsälen. Ein Kamin fehlte selbstverständlich auch nicht.

Nach einer kurzen Nacht sind dann einzelne Gruppen am Samstag zu den Tageswanderungen aufgebrochen. Das Wetter war besser als erwartet, da starke Sturmböen und Regenfälle vorhergesagt waren. Trotzdem lagen die Gipfel der nahen Berge in den Wolken und waren auch verschneit, weshalb ich mich gegen einen Aufstieg und für eine Wanderung an der Küste entschied. Dies war im Nachhinein auch die beste Entscheidung, denn unten hatten wir sehr gutes Wetter mit viel Sonnenschein und nur leichtem Wind für Küstenverhältnisse. So sind wir über viele kleine Bächlein, mal direkt am Wasser, mal etwas höher zum Ende einer Landzunge gewandert auf der Suche nach einer Höhle. Die Höhle konnten wir leider nicht finden, dafür jedoch alte Behausungen, Grabstätten, kaputte Boote und einige Schafe. Im Gegensatz zu meiner letzten Wandererfahrung war es diesmal ein eher gemütlicher Tag ohne größere Anstrengungen. Zum Schluss haben wir noch dem Strand bei unserer Hütte einen Besuch abgestattet und dabei einen Schafskadavar gefunden. Dann jedoch setzte der Regen ein und wir beschlossen den Tag in der Hütte zu beenden. Auch die anderen Gruppen, die auf den Bergen waren, kehrten schon bald zurück, da dort oben die Bedingungen wohl viel zu schlecht zu wandern bzw. klettern waren aufgrund starker Winde und zu hohem Neuschnee.

Am Abend haben wir dann, wenn auch um einen Tag verspätet, die Burns Night gebührend gefeiert. Diese findet immer am 25. Januar zu ehren des schottischen Dichters Robert Burns statt. An diesem Abend wird Haggis mit Kartoffelpüree und Steckrüben gegessen und natürlich Whisky getrunken. Vor dem Essen wird Burns Gedicht The Address to the Haggis rezitiert. Ich muss zugeben, so ganz traditionell war es am Ende doch nicht, da wir keine Steckrüben hatten. Aber geschmeckt hat es trotzdem. Für alle die jetzt denken: Ihhh, Haggis, das ist doch voll eklig! Es schmeckt eigentlich wie kräftig gewürztes Hackfleisch und sieht auch sehr ähnlich aus. Wenn man sich keine Gedanken über den Inhalt macht, ist es wirklich ganz gut.

Am Sonntag ging der Tag etwas später los, da doch einige ein bisschen tiefer ins Whiskyglas geschaut haben. (Ich natürlich nicht, da ich keinen Whisky mag.) Eigentlich war eine Wanderung zu Wasserfällen, den sogenannten Fairy Pools, geplant. Nachdem wir alles zusammengepackt und die Hütte aufgeräumt hatten, sind wir auch dort hin aufgebrochen. Leider war es ein sehr regnerischer Tag und so stellte sich als erstes Hindernis ein Bach, dessen Wasser so angestiegen war, dass die Überquerung an der vorhergesehenen Stelle nicht möglich war. Einigen ist es gelungen über Grasbüschel und Steine die andere Seite zu erreichen, doch dieses sehr waghalsige und rutschige Unternehmen wollten nicht alle auf sich nehmen – mich eingeschlossen. Es stand ja schließlich noch eine sechsstündige Rückfahrt bevor, die man nicht unbedingt klitschnass verbringen wollte. Schließlich fing es auch sehr heftig zu regnen an und so beschlossen wir die Wanderung abzubrechen und den Rückweg anzutreten. Es war wohl auch eine weise Entscheidung, denn auf der Rückfahrt hagelte es sehr stark, regnete und gewitterte sogar. Der Vorteil der verfrühten Rückfahrt war, dass ich den Weg durch die Highlands auch einmal im Hellen erleben durfte. So habe ich neben bezaubernden Landschaften auch das Eilean Donan Castle sehen können, das man von vielen „typisch“ schottischen Bildern kennt.

So ging dann mein Ausflug zur Isle of Skye zu Ende. Die Insel hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich kann mir vorstellen, dass sie auch besonders im Frühling und Sommer sehenswert ist.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 23. Februar 2013 in Uncategorized