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Archiv für den Monat September 2012

Bücher, Gym und Primark

Die erste Vorlesungswoche ist nun schon vorbei, bzw die zweite hat bereits begonnen. Doch der Reihe nach!
Letztes Wochenende war ich ja noch auf der Erstiparty, was auf jeden Fall ein Erlebnis war. Wiederholen würde ich es allerdings nicht. Diese Erstis bzw. Fresher hier sind doch ziemliche Suffköppe und hauptsächlich darauf aus jemanden abzuschleppen. Die Musik war jetzt auch eher bescheiden. Am Sonntag habe ich mir den traditionellen pier walk angeschaut. Nach dem Gottesdienst in der Universitätskapelle gehen alle Studenten in ihren Umhängen zum Pier und wieder zurück. Die rote Farbe der Umhänge hebt sich dabei sehr schön vom Blau des Meeres ab. Ein kleiner Junge neben mir war auch total begeistert von den ganzen vielen roten Geistern. Anschließend war ich dann noch auf der sogenannten freshers fair, eine Messe, bei der sich alle societies der Uni vorstellen. Hier gibt es eigentlich für alles eine society, von Backen oder Schokolade testen über Comics, Manga, Grillen und Billard bis hin zu politischem Debatieren und religiösen societies. Es war auch super voll, weshalb ich mir nicht alles angesehen habe und auch keiner society beigetreten bin. Allerdings hatte ich die Gelegenheit auch einmal einen solchen Umhang anzuziehen. (Beweisfoto siehe unten)
Am Montag haben dann die Vorlesungen und Seminare begonnen. Im Gegensatz zu den deutschen Unis, geht es hier auch gleich richtig los. Da muss man die ersten Texte schon vor der ersten Vorlesung bzw. vor dem ersten Seminar gelesen haben und auch sonst war die erste Woche nicht besonders chillig. Es ist aber alles sehr interessant und die Veranstaltungen dauern ja auch nicht so lange, was das Konzentrieren erleichtert. Ich verstehe allerdings relativ viel, hauptsächlich mangelt es an fehlendem Vokabular. In der Bibliothek war ich auch schon ein paar Mal. Wie schon erwähnt, erfolgt die Ausleihe und Rückgabe automatisch. Alle die da dachten, das gibts bei uns auch: Ich kannte das vorher nicht und bin davon begeistet!
Das sportliche Angebot habe ich in der Woche auch einmal getestet. Am Montag war ich beim Klettern, wobei die Wand nicht besonders hoch ist, die Routen haben es aber in sich. Da ich ja nun auch nicht so wahnsinnig erfahren bin, ist es für mich auch auf jeden Fall ausreichend. Am Mittwoch war ich dann im Gym (Fitness Studio) der Uni. Ich habe sowas ja vorher noch nie gemacht, aber es war ganz witzig. Neben Laufband und Stepper habe ich auch diverse Geräte zum Krafttraining ausprobiert und hatte am nächsten Tag auch einen ordentlichen Muskelkater.
Am vergangenen Samstag war ich mit Anna, Moni und Ina (sie kommt aus Wien) in Dundee. Wir haben uns ein bisschen die Stadt angesehen, bzw hauptsächlich die Fußgängerzone und haben dann noch ein paar Einkäufe erledigt. So war ich jetzt auch einmal in einem Primark drin. Ja, ich denke, das kann man als Erlebnis verbuchen. 😉 Da man sich hier ja nur mit dem Bus fortbewegen kann, sieht man natürlich unterwegs auch immer ein bisschen Landschaft und das Wetter am Wochenende war zauberhaft. Gestern gab es hier in Albany Park Tee und Kuchen in unserem superduper Gemeinschaftsraum. Kuchen gab es, keinen Tee und in dem Raum stehen drei Sofas und zwei Automaten. Alles ohne Fenster und recht duster, also der perfekte Ort um sich aufzuhalten.
Jetzt gehts erst einmal wieder ans Lesen der vielen Texte!

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Verfasst von - 24. September 2012 in Uncategorized

 

Aller Anfang ist schwer…

Nun ist die erste Woche, die sogenannte Orientation Week, hier in St Andrews schon um. Und der Name ist Programm. Am Montag ging es los mit der Einschreibung und einem Treffen mit einem Adviser, der den Stundenplan bzw. die gewählten Kurse bestätigt. Dies war alles recht langwierig und mit einer langen Wartezeit von zwei Stunden verbunden. Probleme bei der Kurswahl gab es bei mir glücklicherweise nicht. Am Dienstag habe ich dann an einer Bibliothekseinführung teilgenommen. Es ist schon erstaunlich, wie modern das hier eingerichtet ist. Die Bücher scannt man selber bei der Ausleihe und die Rückgabe erfolgt ähnlich wie bei einem Pfandflaschenautomat. Ansonsten habe ich an diversen anderen Einführungs- und Infoveranstaltungen teilgenommen und somit die ja eh nicht sehr große Stadt schon recht gut kennengelernt. Unter anderem war ich bei einer Veranstaltung, bei der man typische Gerichte aus Schottland probieren konnte, bei verschiedenen Societies (sowas wie AGs, die gibt es hier für alles mögliche) und bei Sportclubs. An einem Abend habe ich auch bei einem Pubquiz mitgemacht. Die Fragen waren schon recht schwer, in meiner Gruppe war aber jemand, der fast alles wusste und am Ende haben wir sogar gewonnen!! Außerdem habe ich mich mit meinem study buddy getroffen. Sie war das letzte Jahr in Bonn und macht jetzt hier ihr letztes Jahr. Wir haben uns sehr gut verstanden und werden uns sicherlich noch häufiger treffen, sowohl zum Englisch als auch Deutsch sprechen. Auch ist es sehr hilfreich einen quasi Einheimischen zu kennen, der einem ein paar Insidertips geben kann und weiß, auf was man so achten muss. Bisher habe ich nämlich nur andere Austauschstudenten bzw. generell kaum Briten kennengelernt. Besonders sind hier viele aus den Staaten und aus Asien. Gestern war dann noch die feierliche Eröffnungszeremonie der Universität. Das war wirklich sehr schön und hat mich auch ein bisschen an Harry Potter erinnert. Interessanterweise wurde in den Reden auch des öfteren auf Harry Potter verwiesen, eine gewisse Ähnlichkeit scheint also vorhanden zu sein. Die Direktorin sowie diverse andere wichtige Leute hatten alle traditionelle Umhänge an und kamen in einer Prozession in die Halle. Zur Eröffnung wurde das traditionelles Lied „Gaudeamus“ gesungen, dann folgten Reden von der Direktorin, der Vize Direktorin sowie des Vorsitzenden der Kunstfakultät und des Studentenvertreters. Zwischendurch gab es dann noch eine Kostprobe des Chors der Uni. Alles in allem ein sehr schönes Erlebnis.
Diese erste Woche war alles in allem aber doch sehr anstrengend. Alles ist neu – die Sprache, die Uni, die Stadt und die Leute. Da freue ich mich schon fast ein bisschen auf nächste Woche, wenn sich wieder ein wenig der Alltag einstellt und man einen etwas mehr geregelten Tagesablauf bekommt. Ich habe in diesen ersten Tagen auch so viele Menschen kennengelernt und bin einmal gespannt, wen man noch wieder trifft. Da die Stadt aber wirklich sehr klein ist, dürfte sich dies früher oder später ergeben. Heute habe ich mich auch beim Mountaineering Club angemeldet und werde jetzt meine Kletterkünste ein wenig erweitern. Außerdem organisieren sie Wanderungen und Ausflüge hier in Schottland, was eine gute Sache ist, um hier auch einmal rauszukommen. Heute Abend werde ich dann auch einmal an einer Ersti-Party hier teilnehmen. Die Studienanfänger hier sind ja alle erst 17 oder 18 Jahre alt und somit ja doch ein wenig jünger. Das fällt meistens auch auf. Es wird aber sicherlich eine Erfahrung. 😉 Doch davon mehr beim nächsten Mal!
Cheers!

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Verfasst von - 15. September 2012 in Uncategorized

 

Erste News aus Schottland

Hi!
Ich bin am Donnerstag mit dem Flieger in Glasgow gelandet, also gut in Schottland angekommen. Es ging dann auch gleich mit einem Mietwagen quer durch die Landschaft nach St Andrews. Hier habe ich die ersten Nächte mit meinem Vater in einem B&B übernachtet, da das Wohnheim erst ab Samstag bezogen werden konnte. Am Freitag haben wir dann eine Tour über Dundee nach Aberdeen entlang der Küste gemacht. Zurück ging es durch die Highlands, vorbei am Balmoral Castle, wo die Queen ihre Sommerferien verbringt und über Braemer. Die Landschaft ist einfach zauberhaft! Ich war allerdings erstaunt, dass es doch recht viel Landwirtschaft hier gibt. Die karge, reine Natur gibt es scheinbar hauptsächlich in den Highlands. Den Abend haben wir dann noch in einem Pub in St Andrews verbracht. Am Samstag konnte ich dann mein Zimmer im Wohnheim Albany Park beziehen. Hier wohnt man zu fünft oder sechst in einem kleinen Haus und teilt sich zwei Badezimmer und eine Küche sowie einen Gemeinschaftsraum. Das Zimmer ist doch recht klein und sehr funktional eingerichtet. Es ist aber alles sauber und ordentlich und in direkter Nähe zum Strand, was dem ganzen doch einen sehr positiven Punkt verleiht. Ich habe auch schon drei meiner fünf Mitbewohner kennengelernt, die alle einen sehr netten Eindruck machen und hilfsbereit sind. In die Innenstadt bzw. zur Uni ist es auch nicht sehr weit, ca. 10 Minuten Fußweg an der Küste entlang. Nach dem Einzug sind wir noch ein Stück weiter südlich entlang der Küste durch ein paar kleine Fischerorte gefahren. Dort habe ich meine erste Portion Fish&Chips gegessen. (Ich frage mich, wie ein Mensch eine ganze von diesen riesen Portionen essen kann…) Den letzten Abend haben wir erneut im Pub verbrachte und heute Morgen ist mein Vater dann abgereist und ich bin endgültig ins Wohnheim eingezogen.
Bisher ist noch alles recht aufregend und neu und der schottische Akzent ist doch recht gewöhnungsbedürftig. Heute werde ich mich mal auf die Suche nach Einkaufsmöglichkeiten machen und die Stadt weiter erkunden. Am Montag geht es dann mit der Orientation Week los, also das von links nach rechts Rennen für Unterschriften etc.
Grüße von der Küste und Cheerio!!!

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Verfasst von - 9. September 2012 in News, Uncategorized