RSS

Eine kleine Reise oder Die letzten Tage in Schottland

Inzwischen bin ich zwar schon über einen Monat wieder zurück in Deutschland, – es ist tatsächlich schon so lange – aber trotzdem möchte ich noch von meiner letzten Woche in Schottland berichten.

Nach dem ich endlich alle Prüfungen abgeschlossen hatte, konnte ich noch ein paar Tage in St Andrews genießen und langsam Abschied von dem kleinen Städtchen nehmen. Eine Woche vor der Abreise sind dann meine Eltern nach Edinburgh gekommen und wir haben für ein paar Tage eine Rundreise durch Schottland gemacht. Die ersten zwei Tage haben wir in Edinburgh verbracht und uns dort die typischen Sachen angeschaut. Davon habe ich ja schon berichtet und werde dies an dieser Stelle nicht mehr ausführlich machen. Allerdings waren wir auch am Hafen, wo ich vorher ja noch nicht gewesen bin und haben uns die Royal Yacht Britania von außen angeschaut. Jedoch muss ich sagen, dass die Hafenanlage zwar ganz nett ist, mich aber nicht so sehr begeistert hat. Auf dem Weg von Edinburgh nach Fort William haben wir dann zuerst einen Halt an der Rosslyn Chapel gemacht. Dies ist eine kleine Kapelle, ein bisschen außerhalb von Edinburgh gelegen, die mit einer bezaubernden Säule begeistert und um deren Krypta sich viele Legenden ranken. Unter anderem soll dort der Heilige Gral zu finden sein oder das Bersteinzimmer bzw. einfach alles, was die Menschheit schon immer sucht. Dies ist wohl auch einer der Gründe, weshalb der “Da Vinci Code” dort zum Teil gedreht wurde. Nach einer kurzen Besichtigung ging es dann weiter Richtung Highlands und zur Destillerie in Aberfeldy. Dessen Besichtigung war ein Geburtstagsgeschenk an meinen Vater, doch auch ich fand es sehr interessant mehr über den Entstehungsprozess dieses typisch schottischen Getränks zu erfahren. Eine Verköstigung gehörte natürlich auch dazu und ich kann nun bestimmt sagen, dass ich wirklich keinen Whisky mag. Nach einem kurzen Stopp in Pitlochry, das ich endlich auch einmal Tageslicht gesehen habe, wenn auch bei Regen, ging es das letzte Stück weiter bis nach Fort William. Von unserem B&B dort hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht und man hatte ein bisschen das Gefühl, in Norwegen zu sein – nicht, dass ich schon einmal da gewesen wäre. Am nächsten Tag ging es dann entlang der Strecke des Hogwarts-Express zur Isle of Skye. Natürlich haben wir auch den obligatorischen Halt am Viadukt gemacht, das allen Harry Potter Fans aus den Filmen bekannt sein wird. Allerdings sah es lange nicht so beeindruckend aus, wie ich gehofft hatte. Zur Isle of Skye sind wir mit einer Fähre gefahren, was einen zauberhaften Blick auf die Landschaft ermöglicht hat. Nach einer kleinen Tour über die Insel ging es dann vorbei am Eilean Donan Castel, eines der berühmtesten Schottlands, zum Loch Ness. Mittagspause haben wir dort in Fort Augustus gemacht, einem kleinen Ort am südlichen Ende des Lochs mit einer Stufenschleuse. Das heißt, dass mehrere Schleusen hintereinander gestellt sind. Auf den Bildern sieht das leider nicht so beeindruckend aus, aber es war schon sehr interessant das live zu sehen. Von dort aus sind wir dann am Loch entlang in nördlicher Richtung nach Inverness und dann weiter zu dem kleinen Ort Nairn gefahren, wo wir übernachtet haben. Dort war es wirklich sehr lange noch hell und so konnten wir beim Abendessen bis noch weit nach 22 Uhr den Sonnenuntergang genießen. Am letzten Tag ging es dann von Nairn über Aberdeen zurück nach St Andrews. Mit Stopps in zwei kleinen Fischerdörfern an der Küste und einer längeren Pause in Aberdeen, war es aber trotzdem ein recht langer Tag und so kamen wir erschöpft und müde in St Andrews an.

Die letzten Tage habe ich dann mit packen und verabschieden verbracht. Natürlich habe ich mich auch schon auf die Heimat gefreut und es war auch gar nicht so komisch seinen Sachen zusammen zupacken und den Ort hinter sich zulassen, da ja alle anderen auch abgereist sind. Aber es war auch seltsam zu wissen, dass man im Herbst nicht wiederkommt und dort weiter studiert. Mittlerweile denke ich doch immer häufiger mal wehmütig an das geliebte Northpoint, die kleinen engen Gässchen der Stadt, die zauberhaften Sonnenuntergänge, ausgedehnte Strandspaziergänge und sogar auch an die langen Bibliothekstage. Insgesamt war es also eine wunderbare Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Natürlich gab es auch Zeiten, in denen ich gerne mal die Zelte abgebrochen hätte und zurück nach Deutschland gefahren wäre, aber ich denke, das ist ganz normal. Ich hoffe, dass ich bald zurück nach Schottland kommen kann, besonders zum wandern und um mehr von dieser unbeschreiblich schönen Landschaft zu sehen. Und auch um den schottischen Akzent einmal wieder zu hören.

Damit verabschiede ich mich von hier und wünsche euch einen superduper Sommer, der hoffentlich nicht noch wärmer wird!!

Eure Daniela

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
 

Ein Ausflug in den Norden und ein Sprung in die Nordsee

Nach langer Zeit habe ich endlich einmal wieder ein bisschen mehr getan als in der Bibliothek gesessen und an Essays geschrieben. Alle Essays sind inzwischen geschrieben, alle Vorträge gehalten worden und die Vorlesungszeit ist nun auch schon vorbei. In gut zwei Wochen stehen dann meine Prüfungen an und dann heißt es auch schon Goodbye Scotland, leider!

Das Ende der Vorlesungszeit habe ich mit Moni mit einem Tag in Aberdeen begrüßt. Am Montag sind wir frühmorgens mit dem Bus erst nach Dundee und von dort weiter nach Aberdeen gefahren. Das Wetter war den ganzen Tag über wunderschön, die strahlende Sonne wurde nur von ein paar kleinen Schauern verdeckt. Man ist eben doch in Schottland und der Regen gehört dazu. Die Stadt haben wir eher planlos abgelaufen und haben uns so die grauen Häuser angeschaut, in einem kleinen Park mittags gepicknickt und uns den industriellen Hafen angeschaut. Ansonsten waren wir auch in einigen Geschäften und haben den Tag zum shoppen genutzt. In einem kleinen Café mit dem Namen “Books and Beans” haben wir uns zwischendurch erholt. Dieses Café war mit einem Second Hand Buchladen verbunden und so konnte man seinen Tee zwischen Bücherregalen genießen und fühlte sich wie in einer kleinen Bibliothek. Abends ging es dann durch die vom Sonnenuntergang in ein bezauberndes Licht getauchte Landschaft zurück nach St Andrews.

Heute in Morgengrauen stand dann eine weitere der vielen Traditionen hier in St Andrews an – May Dip. Bei Sonnenaufgang wird in die doch sehr kalte Nordsee (ca. 6°C) gerannt, um sich von seinen Sünden zu reinigen. Mit Sünden sind dabei Vergehen gemeint, wie z.B. das Treten auf den PH Stein, die Initialen vom Märtyrer Patrick Hamilton, der genau an dieser Stelle gestorben sein soll. Wer auf diesen Stein tritt, ist verflucht und soll durch alle Prüfungen fallen. Um dem zu entgehen kann man sich also am 1. Mai in der Nordsee von dem Fluch befreien. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Sünden, die mir aber nicht bekannt sind. Ob man nun an Flüche glaubt oder nicht, es ist auf jeden Fall die Erfahrung wert, den Sprung in die Nordsee zu wagen. Wir haben die Nacht mit einer Party im Club der Uni begonnen und dort bis ca. 1 Uhr zu den Tönen von Beatles und Co. getanzt. Danach haben wir uns in einem Wohnheim mit Essen, Musik und Klatsch und Tratsch bis zum Morgengrauen wach gehalten und sind dann zum Strand gegangen um in die Nordsee zu rennen. Ich muss zugeben, ich habe erwartet, dass das Wasser wesentlich kälter ist. Vermutlich hat der Alkohol aber auch über die Kälte hinweggetäuscht. Mehr als ein schnelles rein und wieder raus Rennen war aber trotzdem nicht drin. Besonders meine Füße haben unter der Kälte gelitten. Die vielen Lagerfeuer haben aber geholfen wieder warm zu werden und natürlich auch die heiße Dusche im Anschluss. So konnte ich mich wohlig warm um 6 Uhr morgens endlich in mein Bett kuscheln. Das deutsche Privatfernsehen hat sich scheinbar auch dafür interessiert. Hier der Beitrag von RTL zum May Dip.

Verbunden mit dem May Dip gibt es noch eine weitere Tradition “The Gaudie”, die am Abend vorher begangen wird, an der ich allerdings nicht teilgenommen habe. In Erinnerung an John Honey gibt es eine Prozession in den roten bzw. schwarzen Umhängen und mit Fackeln zum Pier. John Honey war Student an der Uni hier in St Andrews und soll am 3. Januar 1800 fünf Menschen von einem sinkenden Schiff gerettet haben. Das sinkende Schiff erblickend soll er von East Sands, dem Strand hier vor meiner Tür, fünf Mal zum Schiff geschwommen sein. Noch am selben Tag erlag er den Verletzungen, die er bei dieser Rettungsaktion erlitten hatte.

Damit stehen nun keine weiteren Traditionen mehr an, bis auf den May Ball am Sonntag. Doch diesen würde ich nicht wirklich zu den Traditionen zählen. Allerdings gehören Bälle hier einfach zum Studieren dazu und deshalb habe ich entschieden, dass ich auch diese Erfahrung mitnehmen möchte. Man ist ja schließlich nur einmal hier!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Spring Break without Spring…

Nicht nur in Deutschland sondern auch hier in Schottland lässt sich der Frühling Ende März erst so langsam blicken. Besonders in den letzten beiden Wochen habe ich hier das schlechteste Wetter seit meiner Ankunft hier erlebt. Clemens durfte gemeinsam mit mir diese stürmischen und nassen Tage genießen. Besonders viel unternehmen konnten wir deshalb leider während meiner zweiwöchigen Frühjahrsferien nicht.

Glücklicherweise war das Wetter wenigstens an einem Tag gnädig und so haben wir eine kleine Küstenwanderung Richtung Süden unternommen. Entlang des Fife Costal Path haben wir die 20km von St Andrews nach Crail beschritten. Der Weg führte uns an steilen Klippen entlang, über sandige Strände, durch ein paar Weiden und besonders auch über äußerst schlammige Pfade. An einer Stelle mussten wir uns auch einmal von der Küste abwenden um einen Fluss zu überqueren. An einer anderen Stelle konnte man nur bei Ebbe die Felsen überwinden. Besonders am Anfang konnte man einige interessante Felsformationen bestaunen. Natürlich führte uns der Weg auch vorbei an diversen Golfplätzen – hier hat ja jedes Dorf mindestens einen – oder auch mal direkt über die Plätze. Nach 6,5 Stunden erreichten wir dann doch schon leicht müde das kleine Dörfchen Crail. Der Ort machte einen sehr gemütlichen Eindruck, wenn auch ein bisschen einen verlassenen. Besonders viel habe wir uns jedoch von Crail nicht angeschaut. Mit dem Bus ging es dann um einiges schneller zurück nach St Andrews.

Außerdem haben wir uns noch am letzten Montag mal etwas aus dem Haus hinaus gewagt und uns Richtung Glenrothes zu dem kleinen Ort Falkland aufgemacht. Auch dieser Ort war mit seinen alten Gebäuden, einem Schloss und einem alten Anwesen sehr schön. Von Falkland aus haben wir einen Rundweg über einen der Lomond Hills, den East Lomond (448m) gemacht. Der West Lomond, welchen wir auch gesehen haben ist mit 522 Meter die höchste Erhebung in Fife. Der Weg führte uns zunächst durch ein Wäldchen entlang eines Baches mit vielen kleineren Wasserfällen. Auch ein größerer Wasserfall, unter dem man eine Galerie bestaunen konnte, lag auf unserem Pfad. Wir mussten leider aufgrund der großen Eiszapfen auf das Betreten dieser Galerie verzichten. Aber das Bild, das sich uns durch die Eiszapfen bot, war auch nicht schlecht. Anschließend ging es Richtung “Gipfel” des Hügels, leider gegen den Wind und teilweise durch doch ein bisschen höheren Schnee. Oben angekommen konnte man auf Glenrothes und den Forth of Firth schauen. Viel war jedoch wegen der schlechten Sichtverhältnisse nicht zu sehen. Bei gutem Wetter soll man wohl bis Edinburgh und die Ausläufer der Highlands sehen können. Beim Weg zurück nach Falkland haben wir ein bisschen die falsche Richtung gewählt und waren somit gezwungen uns den Rückweg durch knietiefen Schnee zu bahnen. Das letzte Stück zum eigentlichen Weg haben wir dann auch rutschend hinter uns gebracht. Ein bisschen Winterurlaub war eben auch dabei. Zurück in Falkland haben wir uns in einem Café bei Tee und heißer Schokolade wieder aufgewärmt und sind dann mit dem Bus zurück nach St Andrews gefahren.

Ansonsten waren wir nur in St Andrews unterwegs, meist recht kurz, da das Wetter uns schnell zurück in die vier Wände getrieben hat. Doch auch das gute Wetter ist nun zurückgekehrt, natürlich, wie sollte es auch anders sein, am Tag der Abreise des Besuchs. Viel wärmer ist es zwar noch nicht geworden, aber immerhin ist die Sonne nun da und man hat das Gefühl, der Frühling kommt nun endlich doch noch. Weiße Ostern werden es jedenfalls nicht. In diesem Sinne:

Frohe Ostern!!!!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 29. März 2013 in Uncategorized

 

Isle of Skye…noch ein bisschen meer Atlantik

Nun ist es zwar schon eine ganze weile her, aber ich habe endlich ein bisschen Zeit gefunden über meinen Trip zu Isle of Skye zu berichten. Die Insel liegt im Westen von Schottland ungefähr auf der Höhe von Inverness und ist die größte Insel der inneren Hebriden. Ich war dort natürlich wieder mit dem Mountaineeing Club. Am Freitag, dem 25. Januar ging es los, natürlich wieder mit einiger Verspätung, aber das gehört ja schon eigentlich dazu. Vielleicht bin ich da auch immer ein bisschen zu deutsch. Die Fahrt ging quer durch das sehr verschneite Schottland. Leider konnte man nicht viel sehen, da es schon dunkel war. Aber das, was zu erkennen war, erinnerte an eine Wintermärchenlandschaft. Besonders das Dorf Pitlochry, welches mir schon beim letzten Ausflug auffiel, sah wunderschön aus. Das Dorf habe ich leider bisher noch nie bei Tageslicht gesehen, aber ich denke es ist einen Ausflug wert. Nach einer langen und rutschigen Fahrt sind wir gegen 1 Uhr nachts endlich in unserer Hütten angekommen. Hütte klingt vielleicht etwas untertrieben. Es handelte sich dabei nämlich um ein doch recht großes Haus mit Küche, Badezimmer und 4 größeren Schlafsälen. Ein Kamin fehlte selbstverständlich auch nicht.

Nach einer kurzen Nacht sind dann einzelne Gruppen am Samstag zu den Tageswanderungen aufgebrochen. Das Wetter war besser als erwartet, da starke Sturmböen und Regenfälle vorhergesagt waren. Trotzdem lagen die Gipfel der nahen Berge in den Wolken und waren auch verschneit, weshalb ich mich gegen einen Aufstieg und für eine Wanderung an der Küste entschied. Dies war im Nachhinein auch die beste Entscheidung, denn unten hatten wir sehr gutes Wetter mit viel Sonnenschein und nur leichtem Wind für Küstenverhältnisse. So sind wir über viele kleine Bächlein, mal direkt am Wasser, mal etwas höher zum Ende einer Landzunge gewandert auf der Suche nach einer Höhle. Die Höhle konnten wir leider nicht finden, dafür jedoch alte Behausungen, Grabstätten, kaputte Boote und einige Schafe. Im Gegensatz zu meiner letzten Wandererfahrung war es diesmal ein eher gemütlicher Tag ohne größere Anstrengungen. Zum Schluss haben wir noch dem Strand bei unserer Hütte einen Besuch abgestattet und dabei einen Schafskadavar gefunden. Dann jedoch setzte der Regen ein und wir beschlossen den Tag in der Hütte zu beenden. Auch die anderen Gruppen, die auf den Bergen waren, kehrten schon bald zurück, da dort oben die Bedingungen wohl viel zu schlecht zu wandern bzw. klettern waren aufgrund starker Winde und zu hohem Neuschnee.

Am Abend haben wir dann, wenn auch um einen Tag verspätet, die Burns Night gebührend gefeiert. Diese findet immer am 25. Januar zu ehren des schottischen Dichters Robert Burns statt. An diesem Abend wird Haggis mit Kartoffelpüree und Steckrüben gegessen und natürlich Whisky getrunken. Vor dem Essen wird Burns Gedicht The Address to the Haggis rezitiert. Ich muss zugeben, so ganz traditionell war es am Ende doch nicht, da wir keine Steckrüben hatten. Aber geschmeckt hat es trotzdem. Für alle die jetzt denken: Ihhh, Haggis, das ist doch voll eklig! Es schmeckt eigentlich wie kräftig gewürztes Hackfleisch und sieht auch sehr ähnlich aus. Wenn man sich keine Gedanken über den Inhalt macht, ist es wirklich ganz gut.

Am Sonntag ging der Tag etwas später los, da doch einige ein bisschen tiefer ins Whiskyglas geschaut haben. (Ich natürlich nicht, da ich keinen Whisky mag.) Eigentlich war eine Wanderung zu Wasserfällen, den sogenannten Fairy Pools, geplant. Nachdem wir alles zusammengepackt und die Hütte aufgeräumt hatten, sind wir auch dort hin aufgebrochen. Leider war es ein sehr regnerischer Tag und so stellte sich als erstes Hindernis ein Bach, dessen Wasser so angestiegen war, dass die Überquerung an der vorhergesehenen Stelle nicht möglich war. Einigen ist es gelungen über Grasbüschel und Steine die andere Seite zu erreichen, doch dieses sehr waghalsige und rutschige Unternehmen wollten nicht alle auf sich nehmen – mich eingeschlossen. Es stand ja schließlich noch eine sechsstündige Rückfahrt bevor, die man nicht unbedingt klitschnass verbringen wollte. Schließlich fing es auch sehr heftig zu regnen an und so beschlossen wir die Wanderung abzubrechen und den Rückweg anzutreten. Es war wohl auch eine weise Entscheidung, denn auf der Rückfahrt hagelte es sehr stark, regnete und gewitterte sogar. Der Vorteil der verfrühten Rückfahrt war, dass ich den Weg durch die Highlands auch einmal im Hellen erleben durfte. So habe ich neben bezaubernden Landschaften auch das Eilean Donan Castle sehen können, das man von vielen “typisch” schottischen Bildern kennt.

So ging dann mein Ausflug zur Isle of Skye zu Ende. Die Insel hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich kann mir vorstellen, dass sie auch besonders im Frühling und Sommer sehenswert ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 23. Februar 2013 in Uncategorized

 

Wales – Im Land der Schafe

Nach meinen 1,5 Wochen in Wales nun noch ein kleiner Bericht über die Zeit hier im Süden von Großbritannien.

Besonders viel habe ich in dieser Zeit hier nicht unternommen. Da Clemens ja arbeiten musste, blieb viel Zeit für mich, die ich hauptsächlich mit Schlafen, Lesen und dem Internet verbracht habe. Ansonsten sind wir durch Swansea gelaufen. Die Stadt ist nicht besonders groß, aber eben eine Stadt und kein Dorf wie St Andrews. Besonders die Wohnhäuser erstrecken sich über die Hügel. Wohnhäuser heißt hier Reihenhäuser, die auch mehr oder weniger alles gleich aussehen. Das hat mir die Orientierung schon erschwert und ich habe immer den Weg am Strand entlang genommen, wenn ich alleine unterwegs war. Am ersten Wochenende haben wir einen längeren Spaziergang zum Stadtteil Mumbles gemacht. Der Weg dorthin führte am Wasser entlang und am Ende gab es einen Leuchtturm sowie einen Steg. Das ganze dort ist ein kleines Ausflugsziel mit Cafés und allem was dazu gehört. In der Woche haben wir dann einen Ausflug nach Rhossili gemacht. Das ist ein kleiner Ort an der Küste mit einer vorgelagerten Insel, vielen Schafen und einem sehr weiten Strand. Die Insel kann man bei Ebbe zu Fuß erreichen, doch wir haben das aufgrund unpassender Fußbekleidung nicht getan. Dafür haben wir einen ausgiebigen Spaziergang am Strand gemacht. Am letzten Wochenende waren wir dann noch in Cardiff und haben uns die Stadt im weißen Winterkleid angeschaut. Denn in den letzten Tagen ist hier ein bisschen Schnee gefallen. Direkt in Swansea ist nicht viel liegen geblieben, aber in Cardiff und auf dem Weg dort hin waren Bäume, Felder und Straßen mit Schnee bedeckt. Nach einem Spaziergang durch den städtischen Park haben wir uns im Museum wieder aufgewärmt. Anschließend sind wir noch zum Hafen gegangen und haben dort in einem Café heiße Schokolade getrunken und einen Muffin verköstigt.

Nun ist die Zeit hier in Swansea schon fast herum. Morgen fliege ich zurück nach Schottland um dort dann nächste Woche das zweite Semester zu beginnen. Vorher mache ich allerdings noch einen Ausflug zur Isle of Skye im Westen von Schottland.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 21. Januar 2013 in Uncategorized

 

London calling…

Ein frohes neues Jahr erst einmal an alle!!! Ich hoffe, ihr habt alle ein gemütliches Weihnachtsfest verbracht und einen guten Rutsch ins neue Jahr gehabt!

Nach meinem Urlaub in der Heimat war ich letzte Woche für drei Tage mit Clemens in London. Dort haben wir in den paar Tagen einiges gesehen. Am ersten Tag sind wir am späten Vormittag in der Stadt angekommen und haben, nach dem wir unser Gepäck im Hotel abgeladen haben, erst einmal der Queen einen Besuch abgestattet. Also zumindest waren wir am Buckingham Palace, außer den Wachen haben wir dort allerdings niemanden gesehen. Von dort ging es dann weiter durch den Green Park über die Pall Mall Richtung Trafalgar Square. In der Pall Mall sind, einige der berühmtesten Clubs ansässig, wie zum Beispiel auch der Reform Club, in dem Phileas Fogg seine Wette abgeschlossen hat, dass er es schaffe, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. Sehen kann man von den noblen Häusern nur die Fasade, was sich dahinter abspielt, liegt im Dunkeln. Vom Trafalgar Square aus sind wir dann an Horse Guards Parade vorbei, der königliche Reitergarde, direkt zum Premier Minister gegangen. Zumindest haben wir uns mal die Straße angeschaut, denn dort ist ja alles abgeriegelt. Danach sind wir an der Themse entlang zum Houses of Parliaments inklusive Big Ben spaziert. Das ist wirklich eins der schönsten Gebäude, die ich in London gesehen habe. Auch der Big Ben hält was er verspricht. Direkt neben dem Parliament ist die Westminster Abbey, die wir allerdings auch nur von außen betrachtet haben. Die Eintrittspreise in London sind ja ganz schon gesalzen. Nach diesem doch schon eher längeren Spaziergang haben wir dann an der Waterloo Bridge direkt am Wasser in einem kleinen Café Tee und Muffins zu uns genommen und den Blick auf London genossen. Als letztes sind wir dann noch zum Piccadily Circus gegangen, der im dunklen mit seinen riesigen Leuchtreklamen fast schon ein bisschen an New York City erinnert – nicht, dass ich schon einmal da gewesen wäre. Danach sind wir nur noch durch die anliegenden Einkaufsstraßen zur nächsten U-Bahn Haltestelle gebummelt und zurück zu unserem Hotel gefahren. Das lag nicht direkt im Zentrum, aber immer noch sehr gut erreichbar. Bis auf das doch sehr kleine Zimmer, war das Hotel sauber und insgesamt für den Preis ganz gut. Es gab sogar eine Gemeinschaftsküche, wo man sich selber Essen zubereiten konnte.

Am zweiten Tag haben wir unsere Tour am Tower begonnen, von wo aus wir unseren Weg dann zur Tower Bridge fortgesetzt haben. Die Tower Bridge haben wir uns auch von innen angeschaut. Neben der Ausstellung zum Baus der Tower Bridge hatte man von oben einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Abschließend konnte man sich im Maschinenraum auch anschauen, wie der Mechanismus der Brücke funktioniert. Unseren Weg haben wir dann durch das Bankenviertel, vorbei an der sogenannten “gherkin”, Richtung St Paul’s Cathedral bis zur Royal Acadamy fortgesetzt. Von dort aus haben wir dann das Ufer der Themse gewechselt und sind auf der anderen Seite vorbei an Shakespeare’s Globe Theatre und mit einem Abstecher auf die Millenium Bridge wieder zurück Richtung Tower Bridge gelaufen. Den Tag haben wir dann mit einem Ausflug in das teuerste Kaufhaus Londons beendet: Harrods. Besonders die abendliche Beleuchtung war beeindruckend. Leider konnten wir keine der angekündigten Scheichs mit den vielen Frauen sehen, da wurde uns wohl zu viel versprochen.

Am letzten Tag unseres Ausflugs haben wir eins der vielen Museen in London besucht. Die sind ja glücklicherweise umsonst. Wir haben uns für das Natural History Museum entschieden und uns dort die Abteilung über die Erde angeschaut. Abgesehen von der interessanten Ausstellung ist auch die Architektur des Museums nicht zu verachten, ein sehr schöner Bau. Anschließend haben wir uns noch Abbey Road angeschaut und einen Spaziergang durch den Regent’s Park gemacht. Danach hieß es dann sich auf den Weg nach Swansea machen.

Die restlichen freien Tage verbringe in nun noch in Wales und werde dann Ende Januar zurück nach St Andrews fliegen, wo das zweite Semester am 28.01. beginnt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 18. Januar 2013 in Uncategorized

 

Merry Christmas everyone!

Ein letzter kurzer Eintrag vor den Feiertagen:

Meine Prüfung habe ich nun hinter mir und auch das letzte Essay ist geschrieben und abgegeben. Endlich gibt es Ferien!!! Ich freue mich schon darauf mal wieder in der Heimat zu sein.

Das erste Semester hier war sehr arbeitsreich, aber dennoch wunderschön. Danke an alle, die es zu so einem wunderbaren Erlebnis gemacht haben! Es ist schön zu wissen, dass ich im Januar wiederkommen werde.

Ich wünsche allen ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!

Eure Daniela

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 18. Dezember 2012 in Uncategorized

 
 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.